DLRG und Feuerwehren trainierten Eisrettung in einer Gemeinschaftsübung
„Erst ab einer Eisdicke von 15 Zentimetern können Eisflächen auf Gewässern sicher betreten werden“, lautet eine Faustformel, mit der Hilfsorganisationen immer wieder auf die Gefahr des Einbrechens von Personen in vermeintlich zugefrorene Gewässer hinweisen. Berichte vieler Hilfsorganisationen zeigen jedoch, dass in jedem Winter immer Personen diese Faustregel missachten oder die Tragfähigkeit von Eisdecken falsch einschätzen. Dies häufig mit der fatalen Folge eines lebensbedrohlichen Einbruchs in das Gewässer.
Um sich für derartige Einsatzlagen gezielt vorzubereiten und um verschiedene Rettungsmethoden auszuprobieren, trafen sich DLRG Neumarkt und einige Feuerwehren aus dem Landkreis am vergangenen Samstag zu einer Gemeinschaftsübung und -ausbildung am Ludwig-Donau-Main Kanal in Neumarkt. Ausbilder Alois Frank von der DLRG führte in die Ausbildung mit einem theoretischen Unterricht ein, in dem die verschiedenen Rettungsgerätschaften, die Eigensicherung der Einsatzkräfte und vor allem die medizinischen Besonderheiten bei der Rettung und Behandlung stark unterkühlter Personen behandelt wurden. In der anschließenden praktischen Rettungsübung wurden verschiedene Rettungstechniken beübt, um deren jeweilige Vor- und Nachteile herauszustellen. Neben einem Vorgehen über Leiterteile wurden auch ein Flachwasserschubbot sowie eine Drehleiter zur Rettung eingesetzt. Die vorgehenden Retter wurden dabei jeweils mit Schwimmwesten und Leinen vom sicheren Ufer aus gesichert. Hierbei bewährte sich die Zusammenarbeit beider Rettungsorganisationen bestens.
Die Verantwortlichen von DLRG und Feuerwehr zogen ein positives Fazit der gemeinsamen Übung und Ausbildung, wenngleich alle Beteiligten hoffen, dass in dieser Wintersaison keine Eisrettungen durchgeführt werden müssen.
Text, Bilder: Gottschalk